Produktivität statt Procrastination – Tipps!

Produktivität tipps

Ich bin eine echte Meisterin im Aufschieben von Dingen, die erledigt werden müssen… Jeder kennt das, wenn man eine Sache ewig lang vor sich herschiebt, bis es dann schon fast zu spät ist und man alles noch auf den letzten Drücker ganz schnell fertigstellen/erledigen muss. Das bedeutet meist Stress pur und ist auch keine Eigenschaft auf die ich stolz bin. Ich kann unter Druck einfach am besten arbeiten, aber auf Dauer ist das nicht der richtige Weg.

Wie ihr vielleicht schon auf Snapchat und Instagram mitbekommen habt, habe ich die letzten 2 Wochen jeden Tag damit verbracht, eine Hausarbeit zu schreiben. Auch hier habe ich viel zu spät angefangen und musste so eben jeden Tag von morgens bis abends und in jeder freien Minute an dieser Hausarbeit sitzen. Diesen Stress hätte ich mir sparen können, wenn ich einfach direkt am Semesterbeginn damit angefangen hätte – so wie es eigentlich auch vorgegeben wurde. Deshalb versuche ich zur Zeit diese Angewohnheit, alles immer auf den letzten Drücker zu machen, zu ändern.

Ich habe schon mitbekommen, dass das einigen von euch auch so geht. Daher möchte ich euch nun mal ein paar Tipps geben, die mir geholfen haben, Dinge schneller zu erledigen:

  1. Ein sauberer Schreibtisch – klingt simpel, wirkt aber Wunder! Der Kopf ist viel freier, wenn nicht noch 100 andere Dinge neben einem liegen. Sonst denkt man ständig immer wieder an diese Dinge, die ja schließlich auch noch irgendwann erledigt werden müssen und genau das hält einen dann wieder von der Arbeit ab, die man in dem Moment eigentlich vorhatte zu tun. Also zuerst Schreibtisch aufräumen, dann anfangen zu arbeiten.
  2. Entwurf – um alle Dinge, die erledigt werden müssen im Überblick zu behalten, schreibe ich mir immer Listen. Auf diesen Listen ist aber meist einfach alles ungeordnet nacheinander aufgelistet, so wie es mir eben gerade eingefallen ist. Produktiver wird es, wenn man sich die Dinge dieser Listen, dann nochmal nach der Wichtigkeit ordnet. Dinge, die an einem bestimmten Tag fertig sein müssen oder für bei denen Fristen eingehalten werden müssen, kommen als erstes an die Reihe und erst danach Dinge, die ihr vielleicht auch an einem anderen Tag erledigen könntet. Dieser Entwurf darf ruhig unordentlich sein. Ich nummeriere meist auch einfach alles auf den bereits gemachten Listen und schreibe es nur manchmal nochmal in der richtigen Reihenfolge auf – Faulheit siegt! 😀
  3. Helles Licht – nicht umsonst sind die Lichter in den meisten Büros immer sehr hell und weiß. Helligkeit erhöht die Produktivität. Das merkt man ja schon allein an der Jahreszeit – im Sommer bin ich zB viel produktiver, weil es so lange hell draußen ist und ich auch abends noch ewig lang wach sein könnte. Wenn es im Winter dagegen schon um 17 Uhr stockdunkel draußen ist, will man sich doch nur noch unter die Bettdecke kuscheln und gar nichts mehr machen. Also nicht nur die Schreibtischlampe anschalten, sondern am besten alle Lichter die ihr im Raum finden könnt 😀
  4. Musik – am besten Musik ohne Text, wie langsame Deep House Beats oder Klassik. Ich habe mir dazu auch schon eine eigene Focus Playlist auf Spotify zusammengestellt. Da könnt ihr gerne mal vorbeischauen, ansonsten kann ich euch auch jegliche Spotify Playlists unter dem Genre Konzentration empfehlen. Die richtige Musik im Hintergrund auf niedriger Lautstärke laufen zu lassen, hilft dabei, Dinge schneller zu erledigen!
  5. Die ersten 15min sind entscheidend – in den ersten 15min nichts hinterfragen, sondern einfach machen! Am besten einen Timer auf 15min stellen und wenn ihr nach der abgelaufenen Zeit bei der einen Aufgabe immer noch nicht weiterkommt, dann legt sie weg und fangt eine andere (etwa gleich wichtige) Aufgabe an. Nachdem ihr etwas anderes gemacht habt, kommen meist plötzlich Ideen für die erste Aufgabe, probiert es einfach mal aus.
  6. Nicht aufhören – wenn ihr mehr als 1 Minute mit den Gedanken woanders seid, ist es sehr wahrscheinlich dass ihr den Flow verliert. Besser kann ich das nicht beschreiben, aber ich denke man versteht was ich meine, oder? Solltet ihr mehrere Minuten nicht mehr vorankommen, hilft es auch hier, einfach eine andere Aufgabe zu erledigen und sich danach nochmal an der vorherige Aufgabe zu versuchen.
  7. Anderes Ambiente – geht in Coffee Shops, Parks oder die Bücherei und macht dort eure Aufgaben. Nehmt den Laptop mit, Kopfhörer rein, Focus Musik an und los geht`s. Dort habt ihr gar keine andere Wahl, als einfach alles zu erledigen. Kein Kühlschrank der zur Ablenkung dient, keine nervigen Geschwister, Eltern oder Postboten. Einfach nur man selbst, der Laptop, Musik und die Aufgaben. Nur zu empfehlen!
  8. Handy weg! – eine willkommene Ablenkung bietet natürlich immer wieder das Handy. Es könnte ja sein, dass es nach 5 Minuten doch wieder etwas Interessantes auf Whatsapp, Instagram, Facebook oder wo auch immer gibt, nicht wahr? Am besten das Handy auf Flugmodus stellen und außer Reichweite legen – aus den Augen, aus dem Sinn. Das Minimum sollten mindestens 2 Stunden sein, in denen ihr einfach nur arbeitet und nicht ans Handy geht. Meint ihr, das ist zu schaffen? Ich bin gespannt! 😀
  9. Kein Multitasking! – dass Frauen so gut Multitasking beherrschen mag stimmen oder nicht, eines ist jedoch sicher: Es ist unproduktiv! Man erledigt vielleicht zwei Sachen gleichzeitig, dabei aber beides nie zu 100% und genau das wollen wir vermeiden. Also sich lieber einer einzigen Sache voll widmen und danach eine andere anfangen und beide zu 100% erledigt haben.
  10. Pausen – wichtig, wichtig, wichtig! Wenn ihr nicht mehr weiterkommt, der Kopf brummt und ihr nicht mehr klar denken könnt, dann macht eine Pause. Sonst starrt ihr nur auf das Blatt, die Ideen bleiben aus und ihr macht euch womöglich noch selbst Vorwürfe, dass das doch jetzt unbedingt fertig werden müsste. Und genau das bringt euch alles andere als an das gewünschte Ergebnis. Also regelmäßig Pausen einlegen, etwas trinken, vielleicht auch mal einen kleinen Spaziergang um den Block und weiter geht`s – mit frischen Gedanken!
  11. Delegieren – viele Dinge müssen wir gar nicht unbedingt selbst erledigen. Gibt es etwas, das vielleicht Freunde oder Familienmitglieder für euch erledigen können? Bittet sie doch einfach euch ein wenig unter die Arme zu greifen und zB für euch das Paket von der Post abzuholen. Währenddessen könnt ihr euch anderen Dingen widmen, die wirklich nur ihr selbst erledigen könnt. Ich selbst neige oft dazu, alles immer selbst machen zu wollen. Ich will immer, dass alles genau so gemacht wird, wie ich es mir vorstelle und mache es dann einfach lieber selbst, statt jemandem zu erklären, wie ich es gerne hätte. Aber vor allem, wenn man viel zu tun hat, bringt diese Einstellung nur mehr Stress. Also auch mal loslassen und nicht so wichtige Dinge abgeben, das spart Zeit 🙂
  12. Erinnerungen! – ich weiß nicht, wie das bei anderen Handys als beim iPhone ist, aber bestimmt gibt es da auch eine ähnliche App. Seit Anfang dieses Jahres nutze ich für nahezu alles die bereits im iPhone vorhandene App Erinnerungen. Egal wann und wo mir etwas einfällt, das ich noch erledigen muss, ich notiere es mir sofort unter Erinnerungen mit einem bestimmten Tag und einer bestimmten Uhrzeit, wann ich diese Aufgabe machen möchte/muss. Schreibe ich mir das nämlich nicht sofort auf, vergesse ich die Hälfte davon wieder und merke das meist dann immer viel zu spät. Schreibe ich es mir aber sofort auf, werde ich rechtzeitig daran erinnert und erledige es im Normalfall dann auch direkt. Ihr könnt es natürlich auch auf Post-its o.Ä. schreiben, aber es ist doch nochmal etwas anderes, wenn man zu einer bestimmten, festgelegten Zeit daran erinnert wird und das so lange, bis man die Erinnerung als erledigt abgehakt hat.

Ich hoffe, euch konnten ein paar dieser Tipps weiterhelfen!

Probiert es doch einfach mal selbst aus und schreibt mir gerne, ob und was ihr davon umsetzen konntet oder ob ihr noch weitere Tipps für produktives Arbeiten habt 🙂

Produktivität tipps

Photo by Anne-Marie (unboundedamition.de)

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14 Comments

  1. 12. Dezember 2016 / 12:36

    Sehr interessanter Blogbeitrag, einige Tipps setze ich auch schon so um und andere werde ich mir wohl zukünftig auch noch zu Herzen nehmen müssen 🙂

    • 12. Dezember 2016 / 18:59

      Danke Nici! Hoffe, dir können die Tipps weiterhelfen 😀

  2. 13. Dezember 2016 / 18:18

    Super Blogpost! 🙂 mir geht es auch so, dass ich meistens (leider) alles auf den letzten Drücker erledige und ich versuche auch gerade, das ein bisschen zu ändern!
    Was mir dabei am meisten hilft, sind To Do Listen – und wie du schon sagst einfach anfangen und machen 🙂

    Liebe Grüße!

    • 15. Dezember 2016 / 13:10

      Danke Kim! Ja genau, wenn man erst mal angefangen hat, ist`s gar nicht mehr so schlimm 🙂
      Liebe Grüße!

  3. 14. Dezember 2016 / 16:55

    Das sind wirklich tolle Tipps 🙂 Ich schieben manche Sachen auch sehr gerne auf und hasse es aber selbst, dass ich so bin! Ich denke ich werde die Tipps zum neuen Jahr direkt mal versuchen umzusetzen.

    • 15. Dezember 2016 / 13:12

      Danke Mary! Genau, probier`s einfach mal aus, vielleicht hilft dir der ein oder andere Tipp ja 😀

  4. 16. Dezember 2016 / 9:37

    Super Tipps! Die sollte ich mir unbedingt mal zu Herzen nehmen. Ich starre ja immer nur Löcher in die Luft, wenn ich mal Produktiv sein möchte …

    • 17. Dezember 2016 / 12:59

      Haha ja probier`s mal aus, vielleicht hilft dir der ein oder andere Tipp ja 😀

  5. 17. Dezember 2016 / 18:01

    Tipp Nummer 8 faellt mir am schwersten 😀 Immer mal kurz ablenken lassen, schlimm!
    Danke fuer den super Beitrag 🙂

    LG Pascal

  6. 18. Dezember 2016 / 23:47

    Hahaha. Der Tipp mit dem delegieren ist so gut. Könnte wirklich von mir kommen 😀

    • 19. Dezember 2016 / 8:55

      Haha ja, wenn man schon Hilfe haben kann, sollte man sie auch nutzen oder 😀

    • 20. Dezember 2016 / 19:21

      Danke Melissa! Ja, da muss man sich echt zusammenreißen, dass man nicht dauernd alles auf einmal macht 🙂

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