Praktikum im Event Management – Halbzeit

Wo ist die Zeit geblieben? Schon drei Monate meines Praktikums hab ich nun hinter mir und es fühlt sich so an, als ob ich erst vor ein paar Wochen umgezogen wäre. Mittlerweile hab ich mich schon gut eingelebt. In Wuppertal. In Düsseldorf. Im Praktikum. Und vor allem im Arbeitsleben. Das war eine Umstellung sag` ich euch!

Privatleben Adé

Wenn mir meine Eltern erzählt haben, wie kaputt sie nach der Arbeit seien oder wenn meine berufstätigen Freunde meinten, dass sie selbst am Wochenende eigentlich nicht mehr so oft Lust auf Aktivitäten hätten, dachte ich mir immer nur “Habt euch nicht so”. Seit ich eine 40 Stunden Arbeitswoche habe, die oftmals eher eine 45 Stunden Woche ist, verstehe ich diese Aussagen nur zu gut! Morgens gehe im um 7 Uhr aus dem Haus und komme abends nicht vor 19 Uhr nach Hause. Da bleibt nicht viel Zeit für andere Aktivitäten. Nach der Arbeit gehe eventuell noch ins Training, dusche, esse etwas und dann geht`s auch schon schlafen. Meiner Serien-Sucht gehe ich schon lange nicht mehr nach und unter Woche erlebe ich auch nichts Spannendes außer den Projekten auf der Arbeit. Verwöhnt durch mein Studentenleben musste ich mich an so wenig Freizeit erst einmal gewöhnen. Und das war alles andere als einfach. Anfangs war es sogar wirklich hart. Klingt jetzt vielleicht blöd und der ein oder andere denkt sich “Oh die kleine Maus… Andere haben es schwerer”. Ja klar, das weiß ich auch! Aber wenn du es als Student gewöhnt bist deine Tage, Aufgaben und To-Dos selbst frei einteilen zu können und von einem auf den anderen Tag bleibt plötzlich keine Zeit für nichts mehr, dann ist das eine riesengroße Umstellung, an die du dich erst einmal gewöhnen musst.

Event Management ist kein Zuckerschlecken

Mein Praktikum mache ich im Offline Marketing, was nichts anderes als Event Management ist. Event Management war schon immer ein Gebiet, das mit sehr interessiert hat, da ich Organisieren und Planen sehr gerne mache und ich mir die Aufgabenfelder sehr breit gefächert vorgestellt habe. Und so ist es auch. Ich lerne hierbei wirklich sehr viel von den unterschiedlichsten Bereichen. Von Meetings und Zusammenarbeiten mit anderen Abteilungen über Recherche, Planung und Kostenprognosen bis hin zur Durchführung des Events ist im Event Management alles dabei. Vor allem weil ich in einem verhältnismäßig kleinen Unternehmen arbeite, machen wir alles selbst. Bei der FIBO Messe haben wir unseren ganzen Stand selbst geplant, Tage lang aufgebaut, waren alle Tage auf der Messe im Verkauf und haben bis spät abends alles abgebaut. Das gehört zum Event Management dazu und am Tag X muss alles stehen. Da gibt`s keine Deadline, die man um ein paar Tage nach hinten verschieben könnte. Das Event ist an einem fixen Tag und bis dahin muss auch alles fertig sein. Längere Arbeitszeiten sind keine Seltenheit, aber wenn man dann die getane Arbeit hinter sich hat, ist es schon ein tolles Gefühl zu sehen, was man selbst geleistet hat!

Get out of your Comfort Zone!

In den letzten drei Monaten bin ich bereits über mich hinausgewachsen. Habe anstrengende Phasen überstanden von denen ich dachte, ich würde sie nicht überstehen. Während denen ich teilweise körperlich ausgelaugt war und trotzdem weitergemacht habe. Um am Ende so stolz auf mich zu sein, wie noch nie. Phasen in denen ich um ein tolles Team und neue Freundschaften so so froh war! Weil sie mich unterstützen, mir Halt gaben und mich ermutigten, das jetzt einfach durchzuziehen. Und es hat sich gelohnt! Auch wenn in der Umsetzung nie alles so klappt, wie man es geplant hat und vieles super kurzfristig noch geändert oder organisiert werden muss, steht am Ende irgendwie doch immer alles und genau dann ist man noch glücklicher, dass man es geschafft hat. Die letzten drei Monate waren also eine echte Achterbahnfahrt für mich. Neue Stadt, neue Wohnung, neue Arbeitsstelle. Aber auch neue Freundschaften und Erlebnisse. Und nicht zu vergessen neue Learnings und Erfahrungen. Aus seiner Komfortzone ausbrechen, mal Dinge tun, von denen man nicht weiß, wie sie gehen oder ob man sie bewältigen kann. Aufgaben übernehmen, die man noch nie gemacht hat und die man eigentlich lieber jemand anderem übergeben würde. Das hab ich in meinem Praktikum alles bereits erlebt. Ins kalte Wasser springen bringt ja bekanntlich nur Gutes hervor, daher bin ich froh, bei meinem Praktikum auch eigene Projekte übertragen zu bekommen. Ich muss noch viel lernen und vieles klappt nicht auf Anhieb, aber genau dafür ist so ein Praktikum auch gut. Um etwas zu lernen, über sich hinauszuwachsen und am Ende etwas für sich und sein Leben mitzunehmen.

Auf in die zweite Runde

Mein Urlaub in Lissabon und Porto war meine Halbzeit Pause. Jetzt geht`s mit Vollgas weiter in die zweite Runde. Gerade als ich diesen Blogbeitrag schreibe, sitze ich im Zug auf dem Weg zur Umsetzung eines meiner Projekte. Zwei Tage Teamevent stehen nun an, wozu ich bei der Planung schon viele Nerven verloren habe, mich jetzt aber auf die Umsetzung wirklich sehr freue und stolz bin, das Projekt gemeistert zu haben. Danach werden direkt die nächsten Projekte in Angriff genommen – die zweite Halbzeit beginnt sozusagen. Es liegt noch einiges vor mir und ich bin gespannt, was noch kommen wird und wie viel ich noch lernen werde. Die nächsten drei Monate werden wieder wie im Nu vorübergehen, da bin ich mir sicher. Und ich freu mich drauf!

Das war mein Update zu meinem Praktikum im Event Management. Mal sehen, was da noch kommt. Ich werde berichten.

– bis dahin! ♥

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