Lifeupdate: Wenn einfach alles zu viel wird…

Positiv sein, lächeln, lachen, immer das Gute sehen, immer gut drauf sein und vor allem glücklich sein – das ist für mich das Wichtigste und zu 99% spiegelt das auch meine Lebensweise wider. Ich bin eigentlich immer am strahlen, lachen ist für mich Lebensqualität und selbst an schlechten Tagen versuche ich so viel zu möglich zu lächeln. Dadurch steigt die Laune meist schon nach ein paar Minuten, ganz nach dem Motto „Fake it until you make it!“.

When life gives you lemons

In letzter Zeit erschienen aber immer mehr und mehr schlechte Nachrichten in meinem Leben. Es gab Ereignisse, die mich runterzogen und so langsam viel es mir immer schwerer unbeschwert in den Tag zu starten. Ein ständiges Auf und Ab, so wie das Leben nun mal spielt – aber was, wenn es irgendwann mehr Ab als Auf geht? Ich kann mich nicht erinnern, ob mein Leben bisher jemals so chaotisch, so stressig, so von Negativität geprägt war, wie in den letzten Wochen.  Zuerst die Nachricht einer schweren Erkrankung meiner Oma, die plötzliche Wendung ihrer Genesung und dann doch wieder ein Krankenhausaufenthalt. Ärzte, die sich alle widersprechen und niemand so wirklich weiß, was jetzt los ist. Verwirrung. Hilflosigkeit. Wut. Dazu kamen dann noch ein paar andere private Probleme, die mich aus der Bahn warfen und alles nur noch schwieriger machten. Und da das ja noch nicht genug war, musste mein geliebter Roller dann auch noch in die Werkstatt.

Daneben Unistress pur. Ein Marathon von Präsentationen. Gruppenarbeiten, sich ständig mit jemandem absprechen, treffen, bis spät abends in der Uni sitzen und Zuhause geht`s auch noch weiter mit Unizeug. Das Stresslevel steigt und steigt und ehe ich mich versehe, kann ich gar nicht mehr abschalten. Nicht mal die Fahrt im Zug lässt mich runterkommen, obwohl das immer meine Zeit für ‚Musik an, Welt aus‘ war. An Schlaf war auch nicht mehr zu denken – dauernd sind die Gedanken bei der Uni. Was muss noch alles erledigt werden? Wann ist die nächste Prüfungsleistung? Die nächste Gruppenarbeit? Der nächste Termin? Und wann meldet sich endlich die Partnerhochschule für mein Auslandssemester?

Auslandssemester

Als dann die meisten Präsentationen rum waren, meldete sich die Partnerhochschule mit den Infos zur Bewerbung – endlich! Und wie die Südländer so sind, natürlich viel zu knapp und innerhalb von 2 Wochen sollte alles für die Bewerbung erledigt und abgeschlossen sein. Ist ja nicht so, als ob man noch 1000 Unterschriften und Genehmigungen von allen möglichen Professoren einholen muss, geschweige denn die Kurse nochmal neu zusammengestellt werden müssen. Und da sind wir schon beim nächsten Punkt. Die Erkenntnis, das jetzt nur noch komplett andere Kurse angeboten werden und eigentlich nichts für mich relevant ist. Und die Fakultät ist plötzlich auch noch wo ganz anders, als ursprünglich gedacht. Da will ich eigentlich gar nicht hin… Hab ich schon erwähnt, das ich gestresst war/bin? Was nun?

Schwere Entscheidungen

Am liebsten hätte ich mich in meinem Zimmer eingesperrt, ins Kissen geschrien, geheult, Koffer gepackt und mit dem nächsten Last Minute Flug irgendwohin, ganz weit weg, weg von all dem Stress und der Negativität. So leicht geht das aber leider nicht, also einmal tief durchatmen und klare Gedanken fassen. Will ich das wirklich? Was ist die Alternative? Auslandssemester ja/nein/verschieben? Jetzt ist noch Zeit, sich dagegen zu entscheiden – und das tat ich. Ich habe mich gegen ein Auslandssemester im nächsten Semester entschieden. Stattdessen werde ich mein nächstes Semester in Deutschland besuchen, danach geht`s ins Praxissemester und dann ins Ausland. Eine schwere Last fällt von meinen Schulter und so langsam kehrt wieder Ordnung in mein Leben. Meine Eltern und Freunde stehen bei dieser Entscheidung voll hinter mir und viele Gespräche später fühle ich mich freier, glücklicher.

Ich habe wieder einen Plan und weiß, was ich will. Der nächste Schritt ist jetzt erst mal meine anstehenden Präsentationen und Prüfungen hinter mich zu bringen und dann nur noch ab in den Urlaub – der California Roadtrip ist schon gebucht und ein paar Städtetrips sind auch noch in Planung. Also alles gut – wieder ein Licht am Ende des Tunnels!

So viel zu meinem Lifeupdate und die Antwort auf die Frage: „Was ist denn gerade bei dir los?“

Falls ihr Tipps habt, wie ihr mit stressigen Situationen umgeht, lasst es mich in den Kommentaren wissen! ♥

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2 Kommentare

  1. 22. Mai 2017 / 22:05

    Liebe Aylin,

    Das klingt wirklich nach viel stress – und die vielen Präsentationen an der HS Heilbronn kenne ich aus meinem Studium dort auch noch gut 🙁

    Ich finde du hast richtig entschieden – lieber dann ins Ausland gehen wenn man es wirklich genießen kann!! Dann hast du viel mehr davon.

    Liebe Grüße
    Alina

    • 22. Mai 2017 / 22:28

      Vielen Dank Alina! Warst du auch an der HHN? Ist echt stressig, aber so langsam lerne ich damit umzugehen 🙂 Und du hast recht, dann hab ich viel mehr vom Auslandssemester, als wenn ich jetzt nur irgendwas machen würde 🙂

      Liebe Grüße zurück!

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