Lifeupdate: 60 Tage glutenfrei

glutunfrei leben, boomshalalaa food & lifestyle blog aus stuttgart

Schon 60 Tage ist es her, seitdem ich die Ergebnisse meines Unverträglichkeittests bekommen und angefangen habe, mich glutenfrei zu ernähren. Diesen Test habe ich machen lassen, weil ich dauernd Bauch- und Kopfschmerzen hatte, mich müde und generell unwohl gefühlt habe – und das über Monate. Ich habe während dieser Zeit vieles ausprobiert, verschiedene Lebensmittel gemieden und getestet, woran es liegen könnte. Nachdem ich die Ursache aber nicht selbst finden konnte, habe ich mir schlussendlich einen Unverträglichkeitstest bestellt und ja, dann kam eben das tolle Ergebnis heraus – die Unverträglichkeit gegen Haferflocken (im roten Bereich) und gegen Gluten und tierische Milchprodukte (im gelben Bereich). Ab dann hieß es für mich: informieren, wo überall Gluten enthalten ist, nach Alternativen suchen und das dann in meine alltägliche Ernährung einbinden.  Kurz gesagt, bye bye Haferlocken und hallo Milchreis 😀

Aller Anfang ist schwer

Anfangs war es nicht ganz so leicht auf meine geliebten Haferflocken zu verzichten, doch mit ein bisschen informieren und recherchieren, habe ich gute Alternativen gefunden, die mich die Haferflocken (fast) vergessen lassen haben 🙂 Es ist im Alltag wirklich nicht schwer umzusetzen, wenn man Zuhause alles selbst kocht. Auswärts essen gehen wird dann schon schwieriger und das ein oder andere Mal hat es mich auch wirklich genervt, dauernd die Extrawurst spielen zu müssen. Glücklicherweise hat es meine Familie und Freunde überhaupt nicht gestört und alle waren sehr nachsichtig mit mir 😀 Beim Asiaten oder Türken findet man eigentlich immer etwas glutenfreies, da dort viele Gerichte sowieso nur aus Reis, Gemüse und Fleisch/Fisch bestehen. Wirklich intensiv habe ich mich jedoch nicht mit dem Thema Gluten auseinandergesetzt, da ich wie gesagt nur eine leichte Unverträglichkeit habe/hatte und auch Spuren von Gluten mir nichts ausmachen. Anders ist es bei Menschen, die unter Zölikaie leiden, die müssen wirklich darauf achten, dass nicht mal Spuren oder kleine Mengen von Gluten im Essen sind. Da bin ich auf jeden Fall froh, dass ich davon nicht betroffen bin!

Hat es was gebracht?

Auch weil ich größtenteils immer selbst zuhause alles frisch koche und auch sonst schon immer viel glutenfreie Gerichte gegessen habe – ohne darauf geachtet zu haben – war die Umsetzung so gut wie kein Problem für mich. Alles in allem muss ich aber auf jeden Fall sagen, dass mir der Verzicht auf Gluten sehr gut getan hat und ich dadurch noch ein bisschen mehr auf die Ernährung geachtet, sowie mehr über Alternativen und alles was dazu gehört, gelernt habe. Laut dem Test, kann ich nach diesen 2 Monaten kompletten Verzichts, langsam glutenhaltige Produkte wieder mit in meinen Alltag integrieren und soll dann eben schauen, ob es mir damit gut geht. Zusätzlich zum Verzicht auf Gluten, habe ich auch tierische Milchprodukte weggelassen, da auch diese eine leichte Unverträglichkeit bei dem Test ergaben. Auf beides gleichzeitig zu verzichten ist doch schon nochmal etwas schwieriger, vor allem beim Backen, aber es ist definitiv möglich! Und da ich auch größtenteils vorher schon nicht wirklich viele tierische Milchprodukte zu mir genommen hatte, war es auch keine sonderlich große Umstellung. Ich denke, ich hatte allgemein keine großen Probleme, weil meine Ernährung davor einfach auch schon der gluten- und milchproduktfreien Ernährung sehr ähnlich war.

Für immer glutenfrei?

Ich werde die glutenfreie Ernährung weitestgehend beibehalten, da sie mir wie gesagt sehr gut getan hat und es keine große Umstellung für mich war. Doch wenn ich auswärts Essen gehe und es dort eben keine glutenfreien Gerichte gibt oder ich einfach mal Lust auf einen Teller Nudeln habe, werde ich mir das auch nicht verbieten! Da das glutenfreie Backen schon eine Herausforderung für sich ist, werde ich das auch erst mal zur Seite schieben und lieber wieder mit meinem Weizen-Vollkorn-Mehl backen – schmeckt besser, klappt immer 😀 Nochmals zur Betonung, ich habe/hatte nur eine leichte Unverträglichkeit, welche sich auch komplett zurück entwickeln kann und daher muss ich nicht komplett auf alles Glutenhaltige verzichten. Bei meinen Hauptmahlzeiten werde ich dann wohl in Zukunft auch vermehrt auf glutenfreie Gerichte setzen, nur beim Backen eben nicht. Habt ihr jedoch keine Unverträglichkeit, sehe ich auch keinen Grund sich unbedingt glutenfrei oder milchproduktfrei zu ernähren! Ich denke, jeder muss selbst wissen oder testen, was dem eigenen Körper guttut und danach entscheiden, ob und auf was man verzichtet. Solltet ihr jedoch Beschwerden haben und nicht wissen, woher diese kommen, rate ich euch selbst auszuprobieren und darauf zu achten, wann die Beschwerden auftreten. Eine einfache Einschränkung genügt meistens schon, um kleine Beschwerden zu mindern – also einfach mal etwas weniger von bestimmten Lebensmitteln essen und schauen, ob sich etwas verbessert.

Mein Fazit

Im Alltag ist es gut umzusetzen, nach ein paar Tagen ist man in der glutenfreien Ernährung drin und weiß, was man essen kann, doch auswärts Essen gehen geht nur bedingt.

 

Nach vielen Fehlversuchen, sind mir sogar auch ein paar glutenfreie Rezepte gelungen 🙂

Rentier Brownies – vegan, glutenfrei

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Lebkuchen Milchreis – vegan, glutenfrei

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Milchreis Grundrezept – vegan, glutenfrei

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Kichererbsen Brownies – vegan, glutenfrei

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Low Carb Kuchen – glutenfrei

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Habt ihr irgendwelche Unverträglichkeiten oder habt ihr das Glück, alles ohne Probleme essen zu können?

 

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10 Kommentare

  1. 8. Januar 2017 / 14:09

    Es bedarf oft nur kleiner Umstellungen 🙂 Super geschrieben Aylin!

    Liebe Grüße y Pascal

  2. 11. Januar 2017 / 2:48

    Ich finde es super wie du das gemeistert hast 🙂 Und die Idee gerade wenn man auswärts essen geht nicht darauf zu verzichten finde ich super 🙂

    • 11. Januar 2017 / 9:08

      Vielen Dank Mary! Ja, so erhält man sich auch die Lebensqualität, das ist ja das Wichtigste 🙂

  3. 11. Januar 2017 / 19:07

    Toller Blogpost! Finde es schön wie du das alles aufgeschrieben hast, besonders beeindruckend finde ich, dass du dich dadurch nicht einschränken lässt und trotzdem auswärts essen gehst 🙂
    Ich muss zum Glück nur auf Walnüsse verzichten 🙂
    Grüße!

    • 13. Januar 2017 / 11:37

      Danke dir Naomi! Auf Walnüsse zu verzichten, ist ja Gott sei Dank nicht so schwer 😀

  4. 14. Januar 2017 / 12:47

    Toller Beitrag! Ich hoffe dass du in Zukunft auch ohne Bauchschmerzen mal einen Teller Nudeln genießen 🙂
    Ich leide leider an einer Kuhmilchallergie, das heißt kompletter Verzicht auf sämtliche Kuhmilchprodukte. Einmal im Jahr gönne ich mir allerdings trotzdem einen Quark, auch wenn er nicht lange im Magen bleibt xD

    • 18. Januar 2017 / 13:41

      Ohje, das ist ja schade für dich! Da bin ich auch froh, dass das bei mir nicht so stark ist…
      Liebe Grüße!

  5. 15. Januar 2017 / 22:50

    Ich hab dir ja schon gesagt wie gut dein Milchreis aussieht.
    Den probiere ich auf jeden Fall diese Woche aus, auch mit Whey untergemischt 🙂
    Ansonsten brauche ich doch noch ein Tutorial von dir.

    • 18. Januar 2017 / 13:40

      Wir machen einfach alle mal zusammen einen Milchreis Kochkurs 😛

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